Tipps: PKW

Was tun gegen den Ärger beim Autofahren ?

Autofahrertypen

Der konstruktive Umgang mit Ärger ist für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr entscheidend!
Bewusst und auch unbewusst werden eine Reihe von Ärger-Bewältigungsstrategien eingesetzt, um sich zu entspannen.
Die beliebtesten Mittel: Musik hören, Zeitdruck beim Autofahren vermeiden, sich mit dem Beifahrer unterhalten. Generell verfügen Frauen über ein größeres Repertoire als Männer.
Musik hören spielt für 59 Prozent der befragten Autofahrer eine Rolle.
Da Ärger mit einer erhöhten Aktivierung einhergeht, ist Musik ein gutes Mittel den erhöhten Aktivierungsgrad wieder auszubalancieren.
Wichtig ist aber, Musik auszuwählen, die einem gefällt und in dem Moment auch zur Entspannung beiträgt. Von extrem lauter und rhythmischer Musik kann man hier nur abraten.

39 Prozent der Befragten versuchen, Zeitdruck zu vermeiden.
Das ist mit Sicherheit eine der effizientesten Methoden, gelassen und sicher unterwegs zu sein. Die Ergebnisse der Umfrage haben gezeigt, dass Zeitdruck und Stress der fruchtbarste Nährboden für Ärger und Konflikte im Straßenverkehr sind. Umso wichtiger ist daher das richtige Zeitmanagement im Straßenverkehr: Nicht nur die Ankunftszeit, sondern auch die Abfahrtszeit festlegen, rechtzeitig wegfahren und Zeitpuffer einplanen. Zeit kann, außer durch eine riskante Fahrweise, nicht aufgeholt werden. Daher lieber zu spät als gar nicht ankommen.

  • Sich mit dem Beifahrer unterhalten, um nach einem Ärger wieder ruhig zu 
    werden, steht bei 37 Prozent der Befragten hoch im Kurs.
  • Ordentlich durchatmen oder das Fenster öffnen, um frische Luft herein zu lassen, 29 Prozent der Autofahrer helfen sich so weiter.
  • Stehen bleiben, eine kurze Pause machen, um emotionalen Abstand zu gewinnen - damit "kühlen" 22 Prozent der Autofahrer (vor allem ältere Lenker und/oder solche mit angemessenem Fahrstil) wieder ab.

  • Was weniger hilft:

  • Seinem Ärger durch lautes Schimpfen und Schreien Luft zu machen, kann zwar vorübergehend Erleichterung schaffen, bei kurzem Fluchen sollte es aber auch bleiben. 27 Prozent der Autofahrer greifen auf dieses Mittel zurück. Besser ist es, aufgestauten Ärger außerhalb des Straßenverkehrs abzubauen, oder wenn es nicht anders geht, kurz stehenzubleiben und seinen ganzen Frust rauszulassen. Die Fahrt erst dann fortsetzen, wenn man sich wieder beruhigt hat."
  • Zehn Prozent der Lenker zünden sich eine Zigarette an, um sich wieder zu
     beruhigen. Rauchen während der Fahrt ist jedoch nicht zu empfehlen.
     Lieber stehen bleiben und eine Rauchpause machen.
  • Wie man die Emotionsbremse zieht
    Es ist wichtig, seinen - auch berechtigten - Ärger zu erkennen und wahrzunehmen, und geeignete Strategien zu entwickeln, ihn zu verarbeiten ohne sich oder andere zu gefährden. Gerade im Straßenverkehr können aufgrund der eingeschränkten Informationskanäle und Kommunikationsmöglichkeiten leichter Ärger und Aggressionen entstehen. Daher rechtzeitig die Emotionsbremse ziehen, wenn man bemerkt, dass der Ärger in einem selbst aufsteigt, weil sich andere aggressiv verhalten.

  • Bevor man ins Auto steigt so wenig Ärger wie möglich mit auf die Fahrt nehmen.
  • Bewusst einen kooperativen Fahrstil wählen.
  • Gedankenstopp einlegen und eigene aufkeimende Wut rechtzeitig abbauen.
    Gedankliche Ablenkung kann helfen unüberlegte Aussagen und Handlungen, zu denen man in Ärgersituationen neigt, zu unterbrechen.
  • Schreien, Schimpfen und Toben kann dazu führen, dass sich der Ärger nur noch mehr aufschaukelt. Das zieht Aufmerksamkeit vom Verkehrsgeschehen ab. Die eigene Fahrweise kann riskanter und unberechenbarer werden.
    Machtkämpfe, Racheakte und Vergeltungsschläge haben auf der Straße nichts verloren.

    Beifahrer-Tipps

    Tipps wie Sie ein guter Beifahrer werden

    93 Prozent aller Autolenker wünschen sich einen Beifahrer, der bei der Wegsuche behilflich ist und den Umgang mit der Straßenkarte beherrscht - das zeigt die jüngste Beifahrer-Umfrage der Verkehrswacht unter 500 Befragten.

    Damit das Fahren nach Karte nicht zur Nervenprobe für alle Beteiligten wird, hat die Verkehrswacht hilfreiche Tipps zusammengestellt:

  • Richtiges Kartenmaterial: Schlecht startet, wer aus dem Fundus einen alten Plan hervorkramt. Doch auch bei aktuellem Material gibt es Unterschiede: "Vor  Fahrtantritt sollte man sich mehrere Straßenkarten anschauen, um festzustellen, mit welcher man am besten zurecht kommt", empfiehlt Donosa. "Jeder hat seine Vorlieben, was die Darstellungsart angeht." Große Faltkarten verursachen häufig Platzprobleme, Atlanten bzw. gebundene Straßenpläne sind handlicher. Stadtkarten sollen möglichst detailgenau sein, Straßenkarten dürfen nicht überfrachtet mit Informationen sein
  • Gute Reisevorbereitung: Die Route sollten Fahrer und Kartenleser gemeinsam durchsprechen, damit beide ein Gefühl für die Strecke bekommen. Legenden-Symbole und Farben der Straßenkategorien auf der Karte prägt man sich am besten schon vor Fahrtantritt ein.
  • Cool bleiben beim Karten lesen: Der Beifahrer sollte sich in die Situation des
    Fahrers hineinversetzen können. Wichtig ist, dass man den Piloten nicht in Stress versetzt, indem etwa Abzweigungen im allerletzten Moment angesagt werden.
  • Gelassenheit hinterm Lenkrad: Umgekehrt sollte der Lenker dem Karten lesenden Beifahrer nicht dauernd hineinreden oder ihn bevormunden. Donosa: "Selbst wenn er die Karte noch so umständlich dreht, sollte das respektiert werden. Jeder hat seine eigene räumliche Vorstellungsgabe und individuelle Art, mit Karten umzugehen."
  • Streiten macht´s schlimmer: Jedem Kartenleser kann auch einmal ein Fehler unterlaufen, aber das ist noch kein Grund für einen Streit. Viel eher sollte man an einer geeigneten Stelle anhalten, um den richtigen Weg in Ruhe gemeinsam durchzusprechen. "Wer sich nicht mehr auskennt, darf auch nicht zu stolz sein, um nach dem Weg zu fragen.
  • Wo Beifahrer sonst noch punkten können
    Der "aufmerksame Beifahrer" steht ganz oben in der Gunst des Fahrers. Unsere Befragung hat gezeigt, dass Lenker die Hinweise des Beifahrers auf Gefahrenquellen und Verkehrskontrollen besonders schätzen. Dicht dahinter steht der Wunsch nach einem gelassenen und entspannten Beifahrer. Auch lobende Worte für den Fahrstil sind gefragt. Hoch im Kurs sind auch Beifahrer, die den Lenker auf Anzeichen von Müdigkeit aufmerksam machen.

    Fahrstilkritiker, Angsthasen und Gurtmuffel am Beifahrersitz ärgern die befragten Autofahrer am meisten. Streit und Konflikte im Auto jedoch unbedingt vermeiden. Das beeinträchtigt die Konzentration des Lenkers und zieht Aufmerksamkeit vom Verkehrsgeschehen ab. Der Lenker soll dem Beifahrer sagen, was ihm hilft, sicher und konzentriert zu pilotieren. Der Beifahrer beherzigt das dann am besten zu seiner eigenen Sicherheit.