Aktuelles

29.07.2009
Tipps fr den sicheren Schulweg !
Am 06.08.2009 ist Schulbeginn !


Was Eltern tun können:
Eltern sollten ihren Kindern immer Vorbild sein und das richtige Verhalten vormachen. Gleichzeitig sollten sie erklären, wann sie sich aus welchem Grund wie verhalten. Kinder und Eltern können auch einmal die Rollen tauschen: Lassen Sie Ihr Kind einmal die „Leitung“ übernehmen und sich von ihm das richtige Verhalten im Straßenverkehr erklären. So sehen Sie, ob Ihr Kind im Straßenverkehr schon sicher ist oder noch mehr gemeinsames Üben benötigt.

Diese Tipps helfen, dass Ihr Kind lernt, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen:


1. Versuchen Sie, morgens Hektik zu vermeiden. Wenn Ihr Kind spät dran ist und Angst hat, zu spät zu kommen, wird es im Straßenverkehr weniger aufmerksam sein. Geben Sie Ihrem Kind auch auf dem Heimweg ein bisschen Zeit. Gerade das Heimgehen dauert oft länger, denn schließlich müssen da noch Geschichten erzählt werden...

2. Sie als Eltern sollten immer ein gutes Vorbild sein. Wenn Sie in der Eile schnell über die Straße huschen, obwohl die Ampel rot ist, lernt Ihr Kind, dass man eben doch auch bei Rot über die Ampel gehen kann.

3. Fragen Sie rechtzeitig in der Grundschule Ihres Kindes nach einem Schulwegplan. Darin sind Gefahrenpunkte und der ideale Schulweg markiert.

4. Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der beste. Wählen Sie als Schulweg eine Strecke aus, die möglichst sicher ist, auch wenn Ihr Kind dort ein paar Minuten länger unterwegs ist. Möchte Ihr Kind gern mit Freunden in die Schule gehen, die einen anderen Weg benutzen, laufen Sie diesen Weg mit Ihrem Kind ab und prüfen Sie ihn auf eventuelle Gefahrenstellen.

5. Üben Sie mit Ihrem Kind bereits rechtzeitig vor Schulbeginn den Weg in die Schule. Wenn Sie den Weg mehrmals ablaufen und Ihr Kind jedes Mal auf Gefahren hinweisen, kann es sich diese besser einprägen.

6. . Das kommt bei Erst- und Zweitklässlern gut an: 
                                         der Walking-Bus.
Dieser „Bus“ besteht aus acht bis 14 Kindern und zwei  Erwachsenen, die täglich, bei jedem Wetter, zur Schule laufen. Die vorderen Kinder sind der Busfahrer, die letzten beiden die Schaffner. Die Erwachsenen sind nur Begleitpersonen. Die Kinder holen die anderen Kinder an vorher ausgemachten Treffpunkten, also Bus-Stopps, ab.

7. Ihr Kind sollte auffällige Kleidung tragen. Besonders in Herbst und Winter, wenn es morgens noch dunkel ist, sorgen helle, bunte Kleidung und Reflektoren an Jacke und Ranzen dafür, dass die Kleinen eher gesehen werden.


8. Auch wenn Ihr Kind bereits sicher auf dem Fahrrad unterwegs ist, sollte es in den ersten Jahren nicht mit dem Rad in die Schule fahren. Denn dazu braucht es viel Routine und ein gutes Reaktionsvermögen, das die Kleinen noch gar nicht haben können.
Schulanfänger sollten auf keinen Fall mit dem Fahrrad alleine in die Schule fahren.
Den Schulweg sollten Kinder frühestens ab der vierten Klasse mit dem Fahrrad absolvieren. In der dritten und vierten Klasse beschäftigen sich die Kinder mit Verkehrserziehung im Unterricht.
Schulen bieten dann sogar Radfahrtraining an. Das steigert die Sicherheit im Umgang mit dem Rad. In den meisten Grundschulen wird in der vierten Klasse ein Fahrradprüfung von der Polizei und/oder Verkehrswacht abgenommen. Wer die bestanden hat, darf alleine in die Schule fahren.

9. Viele Eltern bringen Ihre Kinder mit dem Auto in die Schule. Auf den ersten Blick hat dies viele Vorteile: die Kinder können länger ausschlafen und müssen nicht bei schlechtem Wetter auf die Straße. Die meisten Eltern wiegen sich zudem in der Gewissheit, Ihre Kinder so sicher in die Schule zu bringen.

Der Schulweg mit dem Auto ist allerdings der gefährlichste: Von den 2008 ums Leben gekommenen Kinder verunglückten 42 auf dem Fahrrad, 63 zu Fuß und 104 als Fahrzeuginsassen, so Angaben des Statistischen Bundesamtes.

Die Angst der Eltern, ihr Kind könne den Schulweg alleine nicht bewältigen, ist häufig unbegründet – und verzögert das Lernen des Verhaltens im Straßenverkehr nur unnötig. Kinder können nur lernen mit dem Verkehr umzugehen, wenn sie daran aktiv teilnehmen. Wenn Sie Ihr Kind mit dem Auto in die Schule bringen, achten Sie darauf, dass Sie Ihr Kind nicht direkt vor der Schule aussteigen lassen. Dort ist meist großes Verkehrschaos und Ihr
Kind wird größere Probleme haben, die Straße ruhig zu überqueren.

Lassen Sie Ihr Kind rechts am Gehsteig aussteigen und niemals auf der Straßenseite. So läuft es nicht in den Verkehr hinein. Wenn möglich, halten Sie an der Seite der Straße, auf der die Schule liegt.

Viele Unfälle geschehen dadurch, dass Kinder nicht richtig angeschnallt sind. Nach Paragraf 21 der Straßenverkehrsordnung müssen Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, die kleiner als 1,50 Meter sind, während der Fahrt gesichert werden. Das bloße Anlegen eines Gurtes wie bei Erwachsenen reicht auch bei größeren Kindern also nicht aus: Spezielle Rückhalteeinrichtungen – dem Alter und Gewicht des Kindes angepasst – sind Pflicht. Wer dies missachtet, dem droht ein Verwarnungsgeld oder Bußgeld mit Punkteeintrag in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

Gepäck wie Schulranzen, Rucksäcke oder Sportbeutel sollten immer gut verstaut sein. Sollte der Fahrer abrupt bremsen, fliegen diese Gegenstände durch den Wagen und könnten die Insassen verletzen.

Üben Sie an den Nachmittagen oder Wochenenden mit Ihrem Kind, wie es sich im Straßenverkehr richtig verhält. Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, sollten die Straße sicher überqueren können und über die Verkehrsregeln genauso Bescheid wissen, wie Kinder, die zu Fuß in die Schule gehen.