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14.04.2009
Tipps für Motorrad-und Autofahrer zum Saisonstart!
Bereits zum Saisonstart die ersten schweren Unfälle!


Gerade zum Saisonstart nehmen Motorrad-Unfälle stark zu, wie die letzten Tage bereits gezeigt haben.
Zum einen infolge von Selbstüberschätzung und mangelnder Routine der Motorradfahrer nach der Winterpause, zum anderen durch nicht ausreichende Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer im Umgang miteinander.
 
„Das muss nicht sein!“
 
Um Unfälle zu vermeiden, kommt es deshalb verstärkt auf Verständnis und Rücksichtnahme zwischen allen Beteiligten an.
 
Viele Motorradunfälle werden durch Missachtung der Verkehrsregeln sowie Fehleinschätzung anderer Verkehrsteilnehmer mit mehrspurigen Fahrzeugen verursacht.
 
 
Körperliche Fitness
Neben einem technisch vorbereiteten Motorrad sind körperliche und mentale Fitness wichtige Bedingungen, um den Gefahren auf zwei Rädern Paroli zu bieten. Wer jedoch monatelang seine Maschine nicht angerührt hat, sollte sich z.B. durch ein Motorrad- sicherheitstraining auf die Saison vorbereiten. Sicherlich verlernt man im Winter das Motorradfahren nicht, aber Reaktion und Gefühl, besonders in kritischen Situationen lassen nach.
 
Auffallen um jeden Preis
Erhöhen Sie als Zweiradfahrer ihre „Erkennbarkeit“. Auffallen ist überlebenswichtig.
Fahren Sie immer mit eingeschaltetem Licht. Seien Sie keine graue Maus. Wählen Sie Helm und Bekleidung in gut sichtbaren, hellen, leuchtenden Farben. Dasselbe gilt auch für das Motorrad. Reflektoren bieten einen zusätzlichen Schutz.
 
Technik und Sicherheit
Beim Kauf eines Motorrades sollten Sie darauf achten, dass sie auf dem Motorrad sitzend den Boden mit den Fußsohlen gut erreichen. Wählen sie Fahrzeuge mit ABS. Lieber etwas weniger Motorleistung, denn das Handling von leistungsstarken Maschinen ist durchaus schwieriger. Am Motorrad sollten sie einen Technik – Check durchführen Bei Schutzkleidungen auf keinen Fall sparen. Eine gute Schutzkleidung verringert die Verletzungsgefahr deutlich. Tragen Sie unbedingt Knie-, Ellenbogen-, Schulter- und Rückenprotektoren. Verzichten Sie nie auf Handschuhe und tragen Motorradstiefel möglichst mit Protektorenschutz. Auch wenn der Sommer heiß und die Fahrstrecke kurz ist:
“Tragen Sie durch Anlegen korrekter Schutzbekleidung aktiv dazu bei, Ihr persönliches Verletzungsrisiko zu minimieren!“
 
Wer mit T-Shirt, Jeans oder kurzer Hose unterwegs ist, riskiert schwerste Verletzungen. Entscheiden sie sich beim Helmkauf für einen Integralhelm. Verkratzte Visiere sind gefährlich – führen sie ein Wechselvisier mit sich so können sie variieren zwischen dunklem und hellem Visier. Ein Beschlagen des Visiers ist durch eine Anti-Fog-Beschichtung oder beschlaghemmende Pinlock-Visiere deutlich minimiert.
 
Fahrbahn „lesen“
Für den Biker ist eine vorausschauende Fahrweise besonders wichtig, um rechtzeitig die Fahrbahnbeschaffenheit zu erkennen und darauf reagieren zu können. Auf Splitt, Sand, Laub, Schmutz, Öl – oder Dieselspuren geraten Motorradfahrer leicht zu Fall. Gefahren gehen besonders von nassen Fahrbahnen aus. Fahrbahnmarkierungen sind bei Nässe und Regen besonders gefährlich, da sich der „Haftreibwert (Grip)“ beim Befahren erheblich verringert. Vorsicht auf Straßenbahnschienen, Längsfugen und Spurrinnen, Kanaldeckeln und anderen Fahrbahnoberflächen mit großen Haftungsunterschieden (Reibwertsprünge). Das gleiche gilt bei Bitumen, das vorzugsweise für Straßenreparaturen bei Asphaltrissen verwendet wird. Kurven mit Schutzplanken weisen schon auf die Gefährlichkeit der Kurve hin. Da Schutzplanken eine besondere Gefahr für den Motorradfahrer bei Stürzen darstellen, sollten hier die Geschwindigkeit der Kurvenführung rechtzeitig angepasst werden.
 
Autofahrer: Aufgepasst!
In 60 Prozent aller Unfälle ist ein Pkw der Kollisionspartner des motorisierten Zweiradfahrers. Hier wiederum liegen in 70 Prozent der Fälle die Ursachen darin, dass das Motorrad vom Pkw – Fahrer gar nicht oder falsch wahrgenommen bzw. eingeschätzt wird. Bei der Vermeidung von Unfällen mit Motorradfahrern/innen tragen die Autofahrer eine große Verantwortung.
„Mehr partnerschaftliches Verhalten und Rücksicht untereinander ist nötig.“
Unterschätzen Sie die Geschwindigkeit und das Beschleunigungsvermögen der Motorräder nicht. Überlegen Sie gut, ob Sie wirklich noch vor dem heran nahenden Zweirad abbiegen wollen, oder ob es nicht mehr reicht. Achten Sie beim Linksabbiegen auf die schmalen Silhouetten entgegenkommender Motorräder. Beim Spurwechsel oder Anfahren vom Fahrbahnrand besteht die Möglichkeit, dass sich ein Motorrad im toten Winkel befindet. Fahren Sie deutlich und benutzen immer den Blinker um anderen Verkehrsteilnehmern Ihre Fahrabsicht anzuzeigen.
 
Entgegen einem „Irrglauben“
„Bedenken Sie, dass ein Motorrad in bestimmten Situationen mehr Platz benötigt als ein Pkw. Motorräder haben unter Umständen, je nach technischer Ausstattung und dem Fahrkönnen des Motorradfahrers, auch noch einen deutlich längeren Bremsweg als ein Pkw.“