Aktuelles

07.07.2012
Kreisverkehrswacht Vechta e.V. feiert 60 jähriges Jubiläum
Gründung erfolgte am 12.07.1952


Im Saal Schäfers trafen sich Vertreter des Kreises, der Stadt –und Landgemeinden, der Polizei, der Schulen und anderen Körperschaften, um die Verkehrswacht für den Landkreis Vechta zu gründen.

Gewählt wurden:

1. Vorsitzender: Rechtsanwalt Kröger –Vechta

2. Vorsitzender: Berufsschuldirektor Dams- Lohne

Geschäftsführer: Fuhrunternehmer Bremme, Vechta

Schatzmeister: Kreisamtsangestellter Rehling

In den ersten Gründungsjahren war eine der Hauptaufgaben der Kreisverkehrswacht die Ausbildung von Schülerlotsen.

Aus Presseberichten der 50/60 Jahren ist zu entnehmen, dass einzelne Schülerlotsen aus dem Landkreis Vechta auf Jugendtreffen bewährter Schülerlotsen in Berlin durch die damalige Bundesverkehrswacht ausgezeichnet wurden.

1956 wurden erstmals Lehrgänge für Mopedfahrer angeboten, da sich Mopedfahrer mit Verkehrszeichen, der Vorfahrt und verkehrstechnischen Dingen nicht auskannten.

Mehrere Fahrlehrer führten diese Lehrgänge kostenlos durch.

1957 hatten mehr als 1000 Teilnehmer dieses Angebot genutzt.

„Augen auf im Straßenverkehr“ hieß 1964 eine Aktion bei der alle Schulanfänger einen Ausmalmappe „Augen auf“ erhielt.

In den Archiven finden sich die Mittelschule für Jungen in Damme, Volksschule Ambergen, Mittelschule für Jungen in Lohne und die Hermann Wessel Schule in Goldenstedt als sehr aktive Schulen wieder.

Auch Aktionen zum Schulanfang standen von Beginn an im Blickpunkt.
So wurden bereits 1964 gelbe Mützen unter dem Motto „Zuckertüte und Mütze“ an die Erstklässler verteilt.

Desweiteren gab es in Kindergärten ein Puppenspiel „der schwarze Fridolin“ zur Verkehrserziehung.

Auf der Jubiläumsfeier zum 20. Gründungstag wurde die 250. Auszeichnung für bewährte Autofahrer durchgeführt.

Diese Auszeichnungen wurden regelmäßig durchgeführt.

So erhielt 1969 der pensionierte Polizeimeister Winter aus Steinfeld mit 84 Jahren das goldene Lorbeerblatt für 50 Jahre unfallfreies Fahren.

Einer Pressenotiz lässt sich entnehmen, dass die Unfallzahlen 1969 bei 1350, die Zahl der Getöteten bei 61 und die der Schwerverletzten bei 311 lagen.

1970 wurde die erste Jugendverkehrsschule für den Südkreis in Betrieb genommen.
Es handelte sich um einen großen LKW Anhänger mit Fahrrädern und Gokarts bestückt.

Erstmals wird mit Schulen über die Radfahrprüfung diskutiert.

Der damalige Vorsitzende beklagte die mangelnde finanzielle Unterstützung der Kommunen:
„ Wir leben von der Hand in den Mund“.
Der Münsterländer titelte“ Kreisverkehrswacht Vechta leistet Pionierarbeit-Ohne feste Etatmittel“.


Wie sich die Zeiten doch ähneln!
 


In einigen Schulen werden sogenannte „Schulverkehrszimmer“ durch die Kreisverkehrswacht ausgestattet.

1972 schließt die die Verkehrswacht die Aktion „Verkehrskiste“ ab. Alle Kindergärten waren nun mit Material zur Verkehrserziehung ausgestattet.

Es wurden Verkehrsübungsgärten in einigen Gemeinden eingerichtet.

1978 wurde die Schülerlotsen des St. Thomas Kolleg mit Funkgeräten ausgestattet.

Die Kreisverkehrswacht Vechta startet die Plakataktion „Kinder sitzen immer hinten“ .

Weiterhin rückt der „sichere Schulweg“ immer mehr in den Focus der Verkehrssicherheitsarbeit.

1980 wird die Plakataktion „Gas geben kann jeder-oder?“ mit der Bundeswehr ins Leben gerufen. In jedem Jahr verlor die Bundeswehr 350 bis 400 junge Soldaten bei tödlichen Verkehrsunfällen.

1981 laufen die Mofakurse in der Sekundarstufe I an.

Die Kreisverkehrswacht Vechta e.V. stattet mehrere Schulen mit Mofas aus.

1982 beginnen die Seminar „Kind und Verkehr“.

1984 werden weitere Aktionen für Fahranfänger angeboten, da die Statistik die extrem hohe Beteiligung an Verkehrsunfällen ausweist.

Die Unfallzahlen haben sich im Landkreis Vechta erhöht:

2111 Unfälle, 29 Tote, 335 Schwerverletzte und 337 Leichtverletzte.

1985 wird die praktische Ausbildung und die Helmpflicht für Mofafahrer eingeführt.

Die Kreisverkehrswacht Vechta erstellt die ersten Schulwegpläne für die Grundschulen in Vechta.

1986 wird der Führerschein auf Probe eingeführt und die Verkehrswacht weitet die „Aktion Junge Fahrer“ aus.

Ab 1989 wird das Programm „Kind und Verkehr“ verstärkt zum Thema auf Elternabenden.

Immer noch werden Schülerlotsen im Landkreis ausgebildet.

1992 kommt die „Anschnallpflicht“ für Kinder.- Pflicht am 01.04.1993

Die Kreisverkehrswacht rückt dieses Thema in den Focus.

Verstärkt wird auch die Aufklärung zum Thema „Fahrradhelm“.

Die ersten Sicherheitstrainings für junge Fahrer werden angeboten.

1993 läuft die Aktion „ Schutz von Kindern im Straßenverkehr“ an.

1995 Sicherheitstrainings finden regelmäßig auf dem Gelände der Fa. Anders in Vechta /Fliegerhorst Diepholz statt.

Die Trainings werden seitdem durch die Fa. tolimit unterstützt.

Ab August gelten neue Regeln an Bushaltestellen.

1996 Verkehrssicherheitstag auf dem Geländer der Fa. Anders

1997 Einführung des Programms „Alles im Griff“ an Gymnasien

2002 Thomas Stransky wird zum Geschäftsführer gewählt.

Der Bereich Sicherheitstraining wird massiv ausgebaut, da mehrere Trainer zur Verfügung stehen.

2005 Die Aktion „Toter Winkel“ wird mit der DEKRA und dem BdBK neu ins Leben gerufen.

2006 Die erste mobile Verkehrsschule geht in den Einsatz, bereits im Oktober wird die zweite in Dienst gestellt.

Spezielle Sicherheitstrainingsangebote für junge Fahrer und Senioren werden entwickelt.

Verkehrssicherheitstag am Motorpark Lohne mit mehr als 8.000 Besuchern.

Thomas Stransky übernimmt den Vorsitz der Kreisverkehrswacht Vechta e.V. von Hans Joachim Johnson.

Erstklässler werden mit der roten „Schumimütze“ ausgestattet, diese ersetzt die gelben Mützen.

2007 Rollerschule wird in Kindergärten umgesetzt.

Kreisverkehrswacht Vechta e.V. wird Kooperationspartner des Schutzengeprojektes.

Spezielle Sicherheitstrainings für Schutzengel werden konzipiert und umgesetzt.

Verkehrssicherheitstag auf dem Stoppelmarktgelände mit mehr als 20.000 Besuchern.

Kooperationsvertrag zwischen Kreisverkehrswacht Vechta e.V. und dem Polizeikommissariat Vechta wird unterzeichnet.

Die dritte Verkehrsschule wird in Dienst gestellt.

Das Programm „No Risk No Fun“ wird entwickelt und löst „Alles im Griff“ ab.

2008 Erstmals werden alle Erstklässler mit reflektierenden Sicherheitsdreiecken ausgestattet.

Der Überschlagsimulator „Andy“ wird fertiggestellt.

2009 Ausstattung aller Kommunen mit lebensgroßen Kinderaufstellern zum Schulanfang

Spannbänder werden nur noch einzeln eingesetzt.

2010 Neue Rollerschule ist einsatzbereit.

Mobile Mofaschule mit vier Motorrollern wird beschafft .

Radfahrschule wird beschafft.

Erstmals Radfahrtraining für Migranten.

Mobilitätskonzept für alle Lohner Grundschulen geht in die Umsetzung.

Projekt „Unfallfahrzeug“ ist abgeschlossen. Berichte bei SAT1 und N3.

2011 Erstmals werden kostenlose Fahrsicherheitstrainings für Fahranfänger angeboten.

Mobiler Fahrsimulator wird beschafft.

 

Wir verzichten bewusst auf eine Jubiläumsfeier und werden stattdessen Kindergärten und Schulen mit weiterem Aktionsmaterial ausstatten.

 

Fakten:

Die Kreisverkehrswacht Vechta e.V. ist ein selbstständiger, gemeinnütziger Verein.

Jährlich nehmen mehrere tausend Menschen unser Angebot wahr.
Es werden jährlich ca. 300 Veranstaltungen mit ca. 10.000 ehrenamtlichen Stunden zu den unterschiedlichsten Themen durchgeführt.

Mitglieder: 237 davon 9 Städte/Gemeinden

jährliche Kosten für Ausstattungen von Kindergärten/Schulen: ca. 10.000 EUR

Moderatoren: 21

 

Unser Motto: Sicherheit die ankommt!

Nur wer bewusst am Straßenverkehr teilnimmt,
vermindert die Gefahr, im Straßenverkehr selbst
das Bewusstsein zu verlieren!


An dieser Feststellung orientiert sich ganz allgemein die inhaltliche Arbeit der Kreisverkehrswacht Vechta e.V. !

Schließlich passieren Unfälle nicht - Sie werden verursacht!
Von Uns und Anderen!


Unser Ziel
Hauptziel ist es, alle Verkehrsteilnehmer zu verkehrsgerechtem Verhalten zu veranlassen und damit das eigene aber auch das Leben und die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer zu schützen. Hinter dieser Aussage verbirgt sich unsere tiefgreifende Absicht, das Verkehrsverhalten und die persönlichen Einstellungen aller Verkehrsteilnehmer so positiv zu beeinflussen, dass Unfälle im Straßenverkehr mit den damit verbundenen, oft unermesslich harten, persönlichen, wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen nicht verursacht werden .

Darüber hinaus ist es unser Anliegen, in diesem Sinne die Interessen aller Verkehrsteilnehmer für mehr Verkehrssicherheit zu vertreten, die Öffentlichkeit und interessierte Stellen zu beraten und soweit möglich, zu gemeinsamer Anstrengung zusammen zu fassen.
Wir unterstützen und beraten, personell wie materiell, bei allen Aktivitäten rund um die Verkehrssicherheit und fördern die Bildung und Fortbildung in der Mobilitätserziehung und Verkehrsaufklärung.
Mit Ideen, Engagement und unterschiedlichen Aktionen wollen wir die Sicherheit auf den Straßen in unserem Landkreis verbessern.

Ehrenamtlich, versteht sich!

Hierbei leitet uns die Erkenntnis, dass Verkehrssicherheit nicht allein den damit beauftragten staatlichen Organen überlassen werden kann.
Wir alle brauchen uns gegenseitig, um im Zeitalter stetig steigender Mobilität dem Leid auf dem Asphalt wirksam begegnen zu können.


Wir finanzieren uns über:

öffentliche Mittel (Gemeinnützigkeit)

Zuschüsse der Kommunen und des Landkreises

Bußgelder (Gericht/Jugendgerichtshilfe)

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