Aktuelles

27.02.2012
Unfallzahlen im Straßenverkehr im Jahr 2011
Zahl der Verkehrstoten 2011 um über 9 % gestiegen


Anstieg der Verkehrstoten
Im Jahr 2011 starben 3991 Menschen auf deutschen Straßen. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren dies 343 Getötete oder 9,4 % mehr als im Jahr 2010. Damit ist die Zahl der Todesopfer im Jahr 2011 noch stärker als erwartet gestiegen. Erste Schätzungen von Dezember 2011 waren von + 7 % ausgegangen. Die Zahl der Personen, die schwer oder leicht verletzt wurden, erhöhte sich 2011 gegenüber dem Vorjahr um 5,5 % auf etwa 391500.

Hauptgrund war das schöne Wetter
Ein wesentlicher Grund für die negative Entwicklung bei den Verunglückten im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr sind die Witterungsbedingungen: Relativ milde Wintermonate, ein sehr warmer, trockener Frühling und ein vergleichsweise schöner Herbst haben zu mehr Getöteten und Verletzten geführt. Bei günstigen Witterungsbedingungen wird mehr und häufig schneller gefahren. Zudem sind mehr ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Zweiradfahrer unterwegs. Dadurch steigt die Schwere der Unfälle.

Bei 12 von 16 Bundesländern Anstiege zu verzeichnen
In zwölf Bundesländern gab es im Jahr 2011 mehr Straßenverkehrstote als im Vorjahr.

Mecklenburg-Vorpommern am gefährlichsten
Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko im Straßenverkehr zu sterben in Mecklenburg-Vorpommern mit 87 Todesopfern je eine Million Einwohner am größten. Aber auch Sachsen-Anhalt (78) und Brandenburg (75) hatten wesentlich höhere Werte als der Bundesdurchschnitt, der im Jahr 2011 bei 49 Getöteten je eine Million Einwohner lag.


Die sehr hohen Veränderungsraten von Dezember 2011 zu Dezember 2010 sind zum Teil darauf zurückzuführen, dass im Dezember 2010 durch den starken Wintereinbruch besonders wenig Menschen bei Straßenverkehrsunfällen getötet oder verletzt wurden. Insgesamt erfasste die Polizei im Dezember 2011 aber wiederum weniger Unfälle als ein Jahr zuvor (– 12,9 % auf 216 000 Unfälle). Während die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 38,9 % auf etwa 24 300 zunahm, verringerte sich die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden um 16,9 % auf 191 600.

Dezember: unfallträchtigster Monat
Der Dezember 2011 hat die negative Entwicklung der Getötetenzahl im vergangenen Jahr deutlich verstärkt. Nach vorläufigen Ergebnissen kamen in diesem Monat 364 Menschen im Straßenverkehr ums Leben und damit mehr als doppelt so viele wie im Dezember 2010 (181). Dies war der höchste Wert in einem Dezember seit 2007. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich im Dezember 2011 ebenfalls sehr stark, und zwar um 35,4 % auf rund 31 400.

Getötete 2011 nach Bundesländern

Bundesland

Unfalltote

Baden-Württemberg

479 Menschen

Bayern

774 Menschen

Berlin

54 Menschen

Brandenburg

187 Menschen

Bremen

15 Menschen

Hamburg

34 Menschen

Hessen

262 Menschen

Mecklenburg-Vorpommern

143 Menschen

Niedersachsen

539 Menschen

Nordrhein-Westfalen

621 Menschen

Rheinland-Pfalz

192 Menschen

Saarland

40 Menschen

Sachsen

185 Menschen

Sachsen-Anhalt

181 Menschen

Schleswig-Holstein

120 Menschen

Thüringen

150 Menschen

  

 

Deutschland kpl.

3991 Menschen