Aktuelles

12.04.2011
Unfallfahrzeug eine Woche in Zeven!
Schocktherapie für Schüler!


Verkehrssicherheitstage am Kivinan-Bildungszentrum: Immer wieder bleiben Schüler vor dem Autowrack stehen, blicken erschüttert auf den Haufen Schrott, in dem vier junge Menschen umgekommen sind.

Junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren sind am stärksten gefährdet im Straßenverkehr: Das Risiko, beim Autofahren tödlich zu verunglücken, ist in dieser Altersgruppe zweimal so hoch. Grund genug für Jürgen Wollenberg, Lehrer im Bereich Bautechnik und Verkehrsobmann am Kivinan-Bildungszentrum, an seiner Schule die Verkehrssicherheitstage zu veranstalten.

Denn: Junge Fahrer führen die Unfallstatistik unangefochten an. Hauptursachen dafür sind Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, Rasen und Nichtanschnallen – statistisch gesehen stirbt alle elf Stunden ein Jugendlicher auf deutschen Straßen. Wie auch die vier Jugendlichen, die bei einem Verkehrsunfall in Kirchweyhe ums Leben kamen. Der Fahrer raste mit 120 „Sachen“ durch eine 30er Zone, bis das Auto gegen einen Baum prallte und das Fahrzeug in einen Haufen Schrott verwandelt wurde. Drei junge Menschen starben sofort, der Fahrer einen Tag später.

Betreffendes Auto war originalgetreu eine Woche lang im Pausenhof des Kivinan-Bildungszentrums ausgestellt und machte die Jugendlichen, die noch das Blut auf dem schlaff herunter hängenden Airbag, den abgerissenen Turnschuh einer der Mitfahrer und Haarreste sehen konnten, sehr betroffen. „Der total kaputte Audi mit dem Baumstamm quasi mittendrin war schon beeindruckend“, meinte auch Matthes Mollenhauer und seine Klassenkameraden stimmten nickend zu.
Es war schon eine Art Schocktherapie, mit der Feuerwehr, Polizei und Verkehrswacht aufwarteten, um den Jugendlichen mehr Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr zu vermitteln.