Aktuelles

31.10.2010
Sicher durch Herbst und Winter!
Tipps zur dunklen Jahreszeit!


Die Tage werden kürzer und widrige Sichtverhältnisse durch Nebel, Regen oder Schnee erfordern während der dunklen Jahreszeit erhöhte Aufmerksamkeit auf den Straßen. Auch die technische Ausrüstung sollte geprüft und den Gegebenheiten angepasst werden. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) ruft alle Verkehrsteilnehmer zu noch mehr Vor- und Rücksicht während der Wintermonate auf.

Vor Fahrtbeginn sollten Autofahrer für eine gute Rundumsicht sorgen. Dazu müssen beschlagene oder vereiste Fensterscheiben vollständig freigekratzt werden. Wer nur eine kleine Fläche Ausblick schafft oder die Seitenscheiben nicht befreit, riskiert besonders in Kurven einen großen „toten Winkel“. Ebenfalls wichtig sind das Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage sowie einwandfrei funktionierende Scheibenwischer, die keine Schlieren hinterlassen. Um selbst gesehen zu werden, müssen die Scheinwerfer des Fahrzeugs frei von Schmutz sein und ordnungsgemäß funktionieren. Viele Kfz-Werkstätten bieten einen kostenlosen Lichttest an, bei denen Funktion und Einstellung der Fahrzeugbeleuchtung überprüft werden.
Das Abblendlicht sollte bei schlechter Sicht auch tagsüber eingeschaltet werden. Fernlicht dagegen behindert bei Nebel die Sicht, denn die feinen Wassertröpfchen reflektieren das Licht der aufgeblendeten Scheinwerfer stärker. Die Nebelleuchten dürfen nur dann eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt.

Grundsätzlich gilt für Auto- und Motorradfahrer: Mehr Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und eine angepasste Geschwindigkeit sind besonders bei schlechter Sicht oder ungünstigen Fahrbahnverhältnissen wichtig. Herbstlaub und Regen verwandeln die Straße in eine Rutschbahn mit verlängertem Bremsweg. Erhöhte Glättegefahr durch Nachtfrost besteht in den frühen Morgenstunden besonders unter Brücken und auf schattigen Fahrbahnabschnitten.

Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge rechtzeitig auf Winterreifen umrüsten und keinesfalls auf den ersten Schnee warten. Auch wenn die gesetzliche Mindestprofiltiefe von Winterreifen mit 1,6 Millimetern angegeben wird, empfiehlt der DVR eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern. Damit besitzt der Reifen bei Schnee und Nässe noch genug Bodenhaftung.

Radfahrer werden bei Dunkelheit und Nässe oft übersehen. Eine großflächig reflektierende Schutzbekleidung erhöht die Sichtbarkeit. Die Beleuchtung am Fahrrad sollte ebenfalls geprüft werden: Sind alle Reflektoren vorhanden? Sind Dynamo, Leuchten und Kabelverbindungen betriebsbereit? Außerdem empfiehlt der DVR, die Kette sowie Schalt- und Bremszüge noch einmal zu schmieren, damit sie auch bei Kälte und Nässe zuverlässig funktionieren.

Für Fußgänger sind helle Kleidung, die mit reflektierendem Material versehen sein sollte, sowie zur Jahreszeit passendes Schuhwerk wichtig. Profilierte, rutschfeste Sohlen bieten nicht nur beim Gehen sicheren Halt, sondern auch beim Ein- und Aussteigen in Bus und Bahn oder auf Treppen an Fußgängerunterführungen.

Quelle: DVR