Aktuelles

25.05.2010
Mobilitätstraining für Vorschulkinder!
Viele Autofahrer reagieren falsch!!


Vier Tage wurde mit allen Vorschulkindern des städtischen Kindergartens Vechta das Thema „Mobilität“ praktisch trainiert.

Dieses Training findet seit Jahren statt, um eine Nachhaltigkeit zu erreichen.

„Mobilitätserziehung sollte bereits im Kindergarten beginnen und nicht erst in der Grundschule“ , so der Verkehrssicherheitsberater des Polizeikommissariates Vechta, Thomas Stransky.

Polizei und Kreisverkehrswacht Vechta e.V. schulten die Kinder zunächst im Fahrrad- und Rollerparcours.

Hier wurden u.a. Gleichgewichtssinn, Wahrnehmung und Bewegung trainiert.

Leider war wieder festzustellen, dass die Kinder teilweise über zu große und zu schwere Fahrräder verfügten.

Theoretisch wurden die Kinder durch die Erzieherinnen vorbereitet.
Die Eltern werden auf einem Informationsabend informiert!

Danach ging es mit den Kindern und anwesenden Eltern in den Realverkehr, um Gefahrenpunkte und Verhaltensweisen auf dem möglichen Schulweg aufzuzeigen.

Besonders wurde das Überqueren der Fahrbahn geübt.

„ Was wir hier seitens einiger Autofahrer erlebt haben war schon abenteuerlich“ so Thomas Stransky.

§ 3 StVO besagt u.a. :
2a) Die Fahrzeugführer müssen sich gegenüber Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, daß eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

Diese Regelung scheinen nur sehr wenige Autofahrer zu kennen.

Selbst als die Kinder schon auf der Fahrbahn standen, wurde die Geschwindigkeit nicht verringert!

Man sollte also in der Lage sein, deren »Fehler« auszubügeln. Das heißt: Fuß vom Gas, Bremsbereitschaft, oder anhalten, wenn ein Kind in der Nähe der Straße zu sehen ist.
Gerichtsurteile zeigen, dass man diese Regel wörtlich zu nehmen hat: Passiert ein Unfall, wird einem unaufmerksamen Fahrzeugführer die Schuld zugesprochen, auch wenn sich das Kind erkennbar »falsch« verhalten hat. Kinder sind eben keine verkehrsgerechten, kleinen Erwachsenen. Man muss jederzeit mit ihrem Fehlverhalten rechnen.

Daher der Appell:
„Kinder am Fahrbahnrand - runter vom Gas“!

Am Besten anhalten und dies den Kindern deutlich signalisieren!