Aktuelles

06.04.2010
Verkehrsunfallzahlen fr 2009 vorgestellt !
Landkreis Vechta:WenigerTote,mehr Schwerverletzte


Die schlimmsten Unfälle passieren durch Raserei

Polizei nennt Drogen und Alkohol als weitere Verursacher

KreisVechta (ak) –
Von „Risikogruppe“ ist die Rede, wenn Walter Sieveke über Verkehrsteilnehmer im Alter von 18 bis 24 Jahren redet.
Der Leiter des Polizeikommissariates Vechta weiß, dass junge Leute gerne einmal zu schnell oder unachtsam mit dem Auto oder Motorrad unterwegs sind. Entsprechend hoch ist ihre Beteiligungan schweren und schwersten Verkehrsunfällen: 27,6 Prozent im vergangenen Jahr.

Aber auch dass weiß Sieveke:„Die Zahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig.“ Er führt das auf die Präventionsarbeit zurück, die die Polizei mit dem Landkreis, der Kreisverkehrswacht und anderen Partnern leistet.
Ein Stichwort ist das „Schutzengelprojekt“, ein anderes der „Führerschein mit 17“: „Wissenschaftlich nachweisenlässt sich das nicht, aber wir sind überzeugt davon.“
Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Kreis ist gegenüber 2008 leicht gestiegen; im Zehn-Jahres-Schnitt sinkt sie allerdings ab(siehe Grafik). Mit zehn Verkehrstoten ist ein im Vergleich relativ niedriger Wert erreicht, auch bei den Schwerverletzten geht der Trend trotz einer leichten Zunahme im Jahr 2009 (um 17 auf 118) insgesamt nach unten.
Gemeinsam mit Mitarbeiterin Christa Janßen gab Sieveke weitere Einblicke in die Verkehrsstatistik. Danach sind zwar Vorfahrtsmissachtung, ein zu geringer Fahrzeugabstand und Wildunfälle nach wie vor die häufigsten Unfallursachen,die schlimmsten Folgen allerdings ergeben sich durch Unfälle mit zu hoher Geschwindigkeit und Drogen- wie Alkoholmissbrauch; auf ihr Konto gehen die meisten tödlichen und schweren Verletzungen. Deshalb sieht die Polizei auch ein Hauptanliegen im Vorgehen gegen Raserei,Drogen und Alkohol.

Sieveke begrüßt es, dass zum Beispiel die Landkreise noch intensiver in die Geschwindigkeitskontrollen an Unfallschwerpunkten eingestiegen sind. Diese Schwerpunkte gibt es nach wie vor, wenn auch in abnehmender Zahl. Im Kreis Vechta gehören dazu die Kreuzung in Harme beim Rasthof, die Kreuzung Richtung Ellenstedt in Goldenstedt-Bahnhof, der Kreisel in Nordlohne, die B 69 Richtung Ahlhorn mit ihnen vielen kleineren Zufahrten oder in Vechta die Kreuzung Zitadelle/ Bahnhofstraße. Überall sind die Experten dabei, über Entschärfungen nachzudenken.

Kontinuierlich abgenommen hat – über den Zeitraum von zehn Jahren betrachtet – die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im LandkreisVechta; und dies bei weiterhin steigenden Fahrzeugzahlen.


Quelle OV